Freitag, 13. Januar 2017

Hier lohnt sich der Immobilienkauf noch!

Wenn es um den Kauf von Immobilien geht, dann sind Metropolen wie München, Hamburg oder Frankfurt am Main nach wie vor die beliebtesten Standorte. Die besten Renditen bringen sie allerdings nicht. Denn die Immobilienpreise steigen an solchen Standorten so rapide, dass sich der Wohnungs- oder Häuserkauf dort immer weniger lohnt.

Eine neue Studie zeigt nun, wo Investoren noch wirkliche Schnäppchen machen können. Der Immobiliendienstleister Dr. Lübke & Kelber hat 110 Städte verglichen und Deutschlands „Hidden Champions“ definiert. Die größten Renditen bei Bestandsimmobilien winken demnach in Städten wie Bonn, Wolfsburg und Osnabrück; bei Investments in Neubauten liegen Wolfsburg, Bremen und Mannheim ganz vorn.

Für ihr Ranking haben die Experten zunächst eine Risiko-Kennziffer für die untersuchten Städte ermittelt. Dabei berücksichtigten sie neben der Nachfrage nach Wohnraum auch die Wirtschaftskraft, die Bevölkerungsentwicklung sowie die Miet- und Kaufpreise.

Für das Ranking der sogenannten Hidden Champions haben die Experten dann eine zu erzielende Mindestrendite errechnet, die sich am Standortrisiko orientiert – je höher das Risiko, desto höher sollte die Rendite sein. Anschließend haben sie den Abstand zwischen dieser Mindestrendite und der tatsächlich erzielbaren Eigenkapitalrendite errechnet.

Fallende Zinsen gleichen steigende Kaufpreise aus

In Städten wie Frankfurt ist das Standortrisiko demnach am geringsten – ebenso aber auch der mögliche Gewinn. So kommt die Studie für den Kauf einer Bestandsimmobilie in guter Lage in Frankfurt am Main auf eine Eigenkapitalrendite von gerade mal 2,9 Prozent. Angenommen wurde dabei, dass sich der Käufer mit 40 Prozent Eigenkapital beteiligt und einen Zinssatz von 1,15 Prozent zahlt.

In Bonn dagegen winkt bei einem Immobilienkauf zu denselben Rahmenbedingungen eine Rendite von 7,2 Prozent. In Frankfurt an der Oder oder in Gera lassen sich sogar noch höhere Renditen erzielen, allerdings sind die Investments dort auch mit einem großen Risiko behaftet.

Insgesamt sehen die Immobilienexperten einen Trend zu stark steigenden Kaufpreisen. „Die Eigenkapitalrenditen für Wohnimmobilien haben sich im Vergleich zum Vorjahr oft nur deshalb nicht weiter reduziert, weil auch die Zinsen für Kredite noch einmal deutlich gefallen sind“, sagt Ulrich Jacke, Geschäftsführer von Dr. Lübke & Kelber. Im Schnitt seien die Zinsen von 1,85 Prozent auf 1,15 Prozent gesunken.

Der Studie zufolge können in den meisten Städten derzeit bei Bestandsimmobilien Eigenkapitalrenditen von mehr als vier Prozent erzielt werden. Im Neubausegment sind es meist mehr als drei Prozent. Sollten die Zinsen wieder steigen, könnten die Renditen deutlich sinken.

Quelle: https://goo.gl/zfLh53

Bildquelle: Pixabay.com



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2ineqYp
via Blogomatic.de

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fische sind keine Trophäe

Das sogenannte Trophäenangeln von Fischen, die nach einem Foto vom Angler wieder ins Wasser zurückgesetzt werden, soll im Saarland künftig gestoppt werden.

Dies sieht eine Änderung des Fischereigesetzes vor, die das Parlament am Mittwoch mit breiter Mehrheit an den Umweltausschuss weiterleitete.

► „Das ist nicht unser Verständnis von einer tierschutzgerechten Fischerei”, sagte der für Umwelt und Verbraucherschutz zuständige saarländische Minister Reinhold Jost (SPD) über das Fangen von Fischen als Trophäen.

Gesetz verpflichtet Angler zu waidgerechten Fischen

Das „Trophäenangeln” sei nicht vereinbar mit dem Verbot, einem Tier „ohne vernünftigen Grund Leiden zuzufügen”. Das neue Gesetz verpflichtet die Angler zum „waidgerechten” Fischen.

Künftig sollen auch kleine lebende Amphibien, vor allem Frösche, nicht mehr als Köder verwendet werden dürfen. Bereits verboten sind lebende Fische als Köder.

Die bisher verpflichtend vorgeschriebenen Hegepläne sollen entfallen und optional werden. Vertreter der Grünen und Piraten im Parlament machten Bedenken gegen Einzelheiten geltend.

Die Piraten-Abgeordnete Jasmin Freigang forderte, auch künftig müsse es möglich sein, zu kleine oder sehr alte Fische, die zum Verzehr nicht geeignet seien, wieder ins Wasser zu setzen.

Kommentar
Eine sehr gute Entscheidung. So sehr wir alle das Angeln lieben, so sollten wir dennoch die Fische als Lebewesen respektieren und auch mit Respekt behandeln.

Quelle

Bildquelle: Pixabay



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2hjlQ2I
via Blogomatic.de

Dienstag, 29. November 2016

Pelletöfen als umweltfreundliche Alternative

Die Installation einer Solarstromanlage auf dem eigenen Hausdach stellt sich oft als ziemlich kostenaufwendig und schwer zu realisieren dar. In Anbetracht des relativ hohen Anschaffungswertes rechnet sich eine Solaranlage oft erst nach Jahren und kann auch dann meist nur einen relativ geringen Anteil zum gesamten Energiebedarf eines Haushaltes leisten und auch nebengelegene Räume günstig bei kalten Temperaturen nicht zu kalt werden lassen. Auch herkömmliche Kaminöfen können im Verhältnis zum Gesamtbedarf an Wärme nur einen kleinen Beitrag leisten und beheizen im Allgemeinen jeweils nur einen einzigen Raum. Ein moderner Pelletofen kann dagegen viele Vorteile bieten und wesentlich einfacher und mit weniger Aufwand zu betreiben sein als ein selbst hochwertiger Kaminofen.

Pellets – der nachhaltige Brennstoff

Die für einen Pelletofen benötigten Holzpellets sind ausschließlich aus Holzspänen gepresstes Schüttgut. Da sich die Pellets aus dem klimaneutralen Brennstoff Holz zusammensetzen sind sie äußerst umweltfreundlich. Bei der Herstellung von Pellets wird auf die Zugabe von Bindemitteln komplett verzichtet und lediglich etwa 2% natürliche Stärke zugeführt, welche eine bessere Pressung des Materials erlaubt. Zumeist kann zur Herstellung von Pellets sogar Restholz aus der Industrie verwendet werden.

Die Funktionsweise eines Pelletofens

Holzpellets können ähnlich wie flüssiger Brennstoff transportiert und angeliefert werden. Zunächst werden die Pellets in einem Pelletkessel gelagert. Dieser kann sowohl als kleiner Vorratsspeicher direkt an einen einzelnen Pelletofen angeschlossen sein, oder aber vom Keller eines Wohnhauses aus mithilfe eines speziellen Fördersystems die Pelletöfen eines ganzen Mehrfamilienhauses versorgen. Von dort aus kann die direkte Zufuhr der Pellets in den Brennraum des Ofens automatisch erfolgen.

Bei einfachen Pelletofenanlagen ist es lediglich notwendig alle 1-2 Tage die im Ofen integrierten Vorratskammern mit dem natürlichen Brennstoff zu füllen. Bei der Verbrennung der Pellets heizt sich die Luft durch eine als besonders angenehm wahrgenommene Strahlungswärme auf. Ein Pelletofen ist mithilfe einer integrierten Zeitschaltuhr steuerbar und schaltet sich mithilfe eines Heißluftgebläses selbst ein. Ist die vorher eingestellte Temperatur des Raumes erreicht, schaltet sich der Pelletofen automatisch ab.

Der wasserführende Pelletofen

Ein so genannter wasserführender Pelletofen ist an das gesamte zentrale Heizsystem eines Hauses angeschlossen und kann somit auch dazu verwendet werden, das im Haushalt benötigte Warm-Wasser zu beheizen. Die Verteilung der insgesamt erzeugten Wärme-Energie auf die unterschiedlichen Heizanlagen ist ebenfalls automatisch regulierbar.

Die Vorteile des Pelletofens auf einen Blick

Die Wärmeerzeugung durch Pelletöfen gehört zu den wenigen Formen der klimaneutralen Energiegewinnung. Dies bedeutet, dass zur Verbrennung der Holzpellets jeweils nur höchstens die gleiche Menge an Kohlenstoff ausgestoßen wird, die das Holz der Atmosphäre beim Heranwachsen bereits entzogen hat. Dabei ist es möglich, mit 2 kg Pellets ebenso viel Energie wie mit einem Liter Heizöl zu produzieren. Im Gegensatz zu Heizöl, Strom und Erdgas bleibt die Preisentwicklung für Pellets voraussichtlich über Jahrzehnte hinweg stabil.

Pelletöfen erzeugen laut Studien bei der Wärmegewinnung weniger Schmutz und Feinstaub als herkömmliche Kamin- und Heizöfen. Der Grund hierfür liegt in der Möglichkeit einer exakten automatischen Dosierung der Pelletzufuhr und an der besonders hohen Brennqualität der genormten Pellets. Zudem werden die Anschaffung und der Einbau eines Pelletofens vom Bundesamt für Umwelt gefördert und finanziell unterstützt.

Quelle: Berliner Zeitung

Bildquelle: Pixabay.com



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2fy6uqr
via Blogomatic.de

Freitag, 11. November 2016

5 Fragen an den E-Bike Experten

5 schnelle Fragen an den Experten für E-Bikes, Matthias Lingner, der auch direkt die passenden Antworten liefert

Darf ich mit einem E-Bike auf den Radweg?
Matthias Lingner: „Nur mit den langsameren Pedelecs (Unterstützung bis 25 km/h) darf man auf dem Radweg fahren. Die S-Pedelecs dürfen nur auf der Straße gefahren werden. Das macht aber auch Sinn, weil man mit einem S-Pedelec so schnell ist, dass einen die langsameren Radfahrer auf den oft schmalen Radwegen sowieso behindern würden.“

Kann ich damit geblitzt werden?
Matthias Lingner: „Wie mit jedem normalen Fahrrad kann man auch mit einem E-Bike geblitzt werden! Meist wird dies jedoch in beiden Fällen nur Konsequenzen haben, wenn ein Polizeibeamter die Geschwindigkeit mit einer Laserpistole misst und den Fahrer an der nächsten Ecke herauswinkt. Da die Nummernschilder bei S-Pedelecs hinten befestigt sind, die meisten Blitzer aber nur von vorn blitzen, ist es oft zu aufwendig, den Fahrer ausfindig zu machen. Schon im eigenen Interesse sollte man sich aber auf jeden Fall an die vorgegebene Geschwindigkeit halten.“

Was muss ich als E-Bike-Fahrer bei Regen, Schnee oder Gewitter beachten?
Matthias Lingner: „Man sollte auf jeden Fall gute Reifen haben, damit Bremsmanöver auch bei glatten Straßen sicher sind. Außerdem sollte man den Akku nach Möglichkeit schützen, zum Beispiel durch eine Neoprenhülle, die vor Temperaturschwankungen und Nässe schützt. Bei extremen Minustemperaturen sollte man den Akku besser mit in die Wohnung nehmen und das E-Bike in Garage beziehungsweise Keller unterstellen.“

Worauf muss ich beim Kauf achten?
Matthias Lingner: „Vor allem darauf, dass das E-Bike wirklich auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist! Man sollte sich vorher wirklich gut überlegen, für welche Strecken man das E-Bike nutzen möchte. Das ist zum Beispiel bei der Reichweite besonders wichtig. Möchte ich am Wochenende große Touren bis zu 100 Kilometer machen oder will ich morgens die 30 Kilometer zur Arbeit ganz schnell schaffen und habe dann Gelegenheit, den Akku für den Rückweg noch mal etwas aufzuladen? Das Gleiche gilt auch für andere Faktoren wie Gewicht, Schnelligkeit, Sitzposition und so weiter. Deshalb sollte man sich bei einem spezialisierten Fachhändler mit einem breiten Sortiment beraten lassen und auf jeden Fall verschiedene E-Bikes testen. Außerdem sollte man besonders auf gute Qualität achten, da Discounter-Ware zum Dumpingpreis einfach nicht die nötige Sicherheit und Langlebigkeit bieten kann.“

Wenn der teure Akku herunterfällt, ist er kaputt. Stimmt das?
Matthias Lingner: „Das kann man so nicht pauschal sagen, das hängt von vielen Faktoren ab. Einem unserer Kunden ist der Akku schon heruntergefallen und es ist zum Glück nichts passiert. Aber wenn der Akku aus großer Höhe fällt, ungünstig aufkommt oder äußerlich beschädigt ist, sollte man auf jeden Fall vom Fachhändler oder Hersteller überprüfen lassen, ob noch alles in Ordnung ist.“

Wenn man diese Punkte beachtet, kann man schon nicht mehr allzuviel falsch machen bei einem E-Bike – das versichern wir Ihnen!

Quelle der Fragen



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2fHGuoo
via Blogomatic.de

Freitag, 7. Oktober 2016

Eine Ikone im Maßstab 1:43

Altaya Opel Collection

Dieser Name ist Automobilfans und vor allem Opel Liebhabern ein Hochgenuss.

Allgemeines zur „Opel Collection“ :
Seit dem 12.01.2011 wurde die Sammelserie „Opel Collection“ vom Eaglemoss Verlag angeboten. In der Regel erschien alle 14 Tage eine neue Ausgabe. Im Juli 2015, mit der Ausgabe Nr.118, wurde die Erscheinungsweise zeitweise jedoch auf einen 4-Wochen Turnus geändert. Mit der Ausgabe 140 vom 20.07.2016 wurde die Heftserie beendet.
Jede Ausgabe besteht aus einem Opel-Modell im Maßstab 1:43 und aus einem Begleitheft. Ein Bezug im Abonnement war möglich. Ansonsten waren die Ausgaben aber auch im normalen Zeitschriftenhandel, in größeren Supermärkten und an Tankstellen erhältlich. Pro Exemplar waren zunächst 12,99 Euro fällig. Mit der Ausgabe 53 wurde der Verkaufspreis jedoch auf 13,99 Euro angehoben. Ab der Ausgabe 130 stieg der Preis auf 14,99 Euro.
Für die Spezialausgaben über den Blitz 3t S (Oktober 2011) und den Blitz 1952 (Juni 2012) verlangte man 19,99 Euro. Die im März 2012 (Ascona B400 und Manta B400) und Oktober 2012 (2 x Kadett C G/TE) erschienenen Rallye-Spezialausgaben waren ebenfalls für je 19,99 Euro zu bekommen.
Das teuerste Modell war die am 09.01.2013 als Sonderausgabe erschienene Drehleiter auf einem Opel Blitz von 1952. Dafür hätte man 24,99 Euro bezahlen müssen.

Abweichungen im Maßstab :
Eigentlich sollte die Collection nur Modelle wie den Opel Altaya im Maßstab 1:43 beinhalten. Mit der Ausgabe Nr.98 vom 01.10.2014 wurde davon jedoch abgewichen. Ein auf dem Opel Blitz 1,75t Fahrgestell aufgebauter Kleinbus wurde im Maßstab 1:72 ausgeführt. Ein derartiges Modell war bereits für eine spezielle „Bus Collection“ vom Atlas-Verlag in diesem Maßstab gefertigt worden. Also hat man scheinbar auf vorhandene Formen zurückgegriffen, eine andere Farbe, fertig ist der „kleine“ Bus für die „große“ Opel Collection (Sarkasmus ). Etwas derart überflüssiges hätte man sich bei Eaglemoss wirklich verkneifen können. Aber das werden die potentiellen „Alles-Käufer“ wohl anders sehen….

Das Heft zum Modell :
Im 15-seitigen Begleitheft (in etwa DIN A4-Format) wird das Vorbild des Modells mehr oder weniger ausführlich vorgestellt. Zum Teil befindet sich in diesem Heft auch ein Poster. Das Bild ist allerdings nicht immer in der Heftmitte eingeheftet. Das ist nicht gerade clever gemacht. Auf den letzten Seiten gibt es allgemeine Informationen über die Geschichte und über die Modellpalette der Fa. Opel. Wer sich in der Opel-Geschichte etwas besser auskennt, wird in einigen Heften aber auch inhaltliche Fehler finden.

Die Ausführung und die Verarbeitung der Modelle :
Die Modellautos befinden sich in einer Plastikbox mit Klarsichthaube. In der Box befindet sich auch ein farbiges Hintergrundbild. Hergestellt werden die Miniaturen in China von IXO. Für den eher geringen Preis erhält man einen ganz ordentlichen Gegenwert. Auf Ätzteile, z.B. für die Scheibenwischer, oder auf eingesetzte Türgriffe muß man in der Regel jedoch verzichten.
Die Verarbeitungsqualität der einzelnen Modelle schwankt zum Teil erheblich. Lackschäden, Klebstoffreste, schief aufgedruckte Zierleisten, krumme Scheibenwischer etc., kommen häufiger vor. Man sollte sich ein zum Erwerb vorgesehenes Modell unbedingt vorher selbst anschauen. Abonnenten bemängelten häufig verspätete, fehlende oder beschädigte Lieferungen.

Probleme mit den Reifen :
Die aus Vinyl gefertigten Reifen der Modelle sind mittlerweile zum Teil ein echtes Problem. Bei einigen Autos enthalten die „Gummis“ scheinbar extrem viel Weichmacher. Dadurch werden die Kunststoffsockel der Vitrinen massiv angelöst. Da die Miniaturen in der Regel sehr fest verschraubt sind, prägen sich die Reifen richtig tief in den Boden ein. Ähnliche Probleme gab es früher mal bei den Kapitän 1951-Modellen von Minichamps. Scheinbar macht man bei IXO den gleichen Fehler.
Wer die Modelle der Opel Collection in den originalen Mini-Vitrinen aufbewahrt, sollte die Autos unbedingt mit den „Rädern in der Luft“ befestigen. Ich verwende dazu Unterlegscheiben unter den Kunststoff-Fixierungen. Besonders betroffen sind u.a. die Ausgaben Nr.2 (GT), Nr.3 (Kapitän P 1958) und Nr.63 (Olympia 1951 Cabrio).



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2dYwACR
via Blogomatic.de

Montag, 26. September 2016

Plattenspieler wie liebe ich Dich

Es gibt unterschiedlichste Menschengruppen, die sich heute für einen Plattenspieler interessieren. Da ist zum Beispiel der Musik-Enthusiast, der neben seinen 150 CDs und einem CD-Player noch eine umfangreiche Plattensammlung sein Eigen nennt, auf die er einfach nicht verzichten will. Dann gibt es da noch den Technik-Freak, der immer auf der Suche nach dem noch besseren Klang und dem noch volleren Musikerlebnis ist.
Da ist es kein Wunder, dass in den letzten Jahren ein regelrechter Boom um Schallplatten und Plattenspieler ausgelöst wurde. Wie der Bundesverband der Musikindustrie in einer kürzlich veröffentlichten Erhebung bekanntgab, sind die Umsätze, die mit LPs erwirtschaftet wurden, allein im Jahr 2013 um 47,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In diesem Jahr wurden Langspielplatten für 29 Millionen Euro verkauft. Das entspricht insgesamt etwa 1,4 Millionen Stück.
Vinyl macht gegenüber CD Boden gut
Im Vergleich mit den 88 Millionen CDs, die jährlich verkauft werden, mutet die Zahl der verkauften Platten erst einmal noch gering an. Allerdings gehen die CD-Verkäufe seit Jahren stetig zurück. Der Anstieg der Platten steigt hingegen explosionsartig an. Die Presswerke kommen kaum noch mit der Produktion nach. So liegen zwar noch keine Zahlen für das nächste Jahr vor, doch der Trend dürfte ungebrochen anhalten.
Das erkennt man bereits daran, dass selbst große Vollsortimenter, die keine schmalen Nischen bedienen können, nach längerer Zeit wieder neue Plattenspieler auflegen. Beispielhaft seien hier nur die neuen Modelle von Sony, Teac und Technics/Panasonics zu nennen.
Der wichtigste Grund für den Erfolg – die Haptik
Experten sehen für das Revival des guten alten Plattenspielers vor allem einen Grund. Eine Platte aufzulegen, ist etwas Physisches, etwas mit einem ganz eigenen Gefühl. Für Plattenliebhaber ist es oft beinahe etwas wie ein Ritual, ihre Lieblingsplatte aufzulegen und die Nadel anzusetzen. Vor allem in Deutschland ist dieser Trend ungebrochen. In aktuellen Statistiken geben bis zu 90 Prozent der Befragten an, dass Musik in ihrem Leben eine wichtige Rolle spiele. Der Großteil der Musikliebhaber sind dabei Männer. Aus diesem Grund gehen auch viele Experten davon aus, dass es sich beim Revival der Platte nicht nur um einen kurzfristigen Trend handelt. Vielmehr sei davon auszugehen, dass Plattenspieler und Vinylplatten auch in Zukunft einen wichtigen Anteil an der musikalischen Landschaft Deutschlands haben werden.



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2d3m4Id
via Blogomatic.de

Freitag, 23. September 2016

YPO – Alles andere als geheim

Das (nicht) geheime Netzwerk YPO

Illuminati, Scientology, Freimaurer: All das wollen sie nicht sein, die Mitglieder der Young Presidents’ Organisation, kurz YPO. Der Eliteverein mit Ableger in Wien ist ein Businessnetzwerk, das persönliche Weiterentwicklung propagiert.

Auch er ist dabei – Hubert Rhomberg, der vor kurzem das Funkhaus in Wien gekauft hat, ist einer von 40 jungen österreichischen Unternehmenschefs, die der Young Presidents’ Organisation angehören. Er leitet seit diesem Jahr den österreichischen Ortsverband des Vereins, der wie eine nicht geheime Geheimgesellschaft wirkt. Von Vergleichen zu Illuminati oder Scientology möchte sich die Organisation distanzieren. YPO gibt an, keine religiösen Ansprüche zu stellen und auch keine politische Agenda zu verfolgen.

Dalai Lama und Gerhard Schröder hielten Vorträge

Die exklusiv klingende Young Presidents’ Organisation wurde 1950 in New York von Ray Hickok gegründet. Dieser erbte im Alter von nur 27 Jahren die Herrenschmuck– und Gürtelmanufaktur seines Vaters und sah sich plötzlich mit Problemen konfrontiert, bei denen ihm weder seine Frau, noch seine Mitarbeiter, noch sein Priester weiterhelfen konnten. Also setzte er sich mit anderen jungen Firmenchefs in Verbindung, um Erfahrungen auszutauschen und Feedback von Gleichgestellten einzuholen.

Heute funktioniert der Verein nicht anders. Das Angebot wurde nicht verändert, aber erweitert. Nicht nur die Mitglieder sind heute untereinander vernetzt. Die gesamte Organisation pflegt enge Verbindungen zu Institutionen wie der Harvard Universität oder der London Business School, wo Weiterbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen abgehalten werden. Oft werden auch Menschen wie der Dalai Lama oder Gerhard Schröder eingeladen, Vorträge zu halten, die nicht zwangsläufig etwas mit Management zu tun haben.

Geheime Verbindungen braucht man nicht

Hubert Rhomberg, seit 15 Jahren Leiter der vorarlbergerischen Rhomberg Baugruppe, erinnert sich beispielsweise an einen Vortrag eines Amerikaners, der Jahrzehnte lang unschuldig in der Todeszelle eingesperrt war und darüber sprach, wie er in seiner scheinbar hoffnungslosen Situation nicht aufgegeben hatte. „Mit so Leuten zusammen zu kommen, das hat schon eine prägende Wirkung“, sagte der 48-Jährige gegenüber wien.ORF.at. Fünf Jahre ist es schon her, seit er Mitglied wurde.

Bereits damals erfüllte er die Qualifikationen für die Aufnahme in den Eliteverein. Mitgliedsanträge können nur von Menschen in führenden Positionen unter 45 gestellt werden. Weiters muss man mehr als 50 Vollzeitangestellte betreuen und als Dienstleistungs- oder Produktionsunternehmer einen Bruttojahresumsatz von mehr als 10,7 Millionen Euro generieren. Finanzunternehmen müssen ein jährliches Anlagevermögen von mindestens 224 Millionen ausweisen und Agenturen müssen pro Jahr mindestens acht Millionen Gewinn erzielen.

Wie die meisten Mitglieder wurde Rhomberg von einem Bekannten, einem anderen „Young President“, eingeladen, dem Verein beizutreten. Doch es besteht auch die Möglichkeit, sich zu bewerben. „Also das ist nicht so, dass man irgendwelche geheimen Verbindungen immer haben muss, überhaupt nicht“, sagt Rhomberg. Proaktivität ist bei YPO gern gesehen.

„Man muss es auch aushalten können“

Für eine Mitgliedschaft zahlt man im Jahr rund 3.000 Euro plus variierende Abgaben für den jeweiligen Ortsverband. Die Eintrittsgebühr entspricht dem Preis einer Jahresmitgliedschaft. Dafür erkauft man sich neben dem Recht, an internationalen Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen auch Kontakte zu vielen anderen Jungunternehmern.

Diese Kontakte zu anderen YPO-Mitgliedern zu Geschäftszwecken zu nutzen, ist jedoch verpönt, sagt Rhomberg. Man schätzt sie mehr für ihr ehrliches Peer-to-Peer-Feedback, also Feedback von Gleichrangigen. Dafür braucht man eine dicke Haut, denn im Gegensatz zu seinen eigenen Angestellten erzählen einem andere Firmenchefs nicht immer nur, was man hören möchte. Man muss es mögen, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. „Man muss es auch aushalten können“, sagt Rhomberg schmunzelnd.

YPO soll erfolgreich und glücklich machen

Als Chef des seit 1886 bestehenden Familienunternehmens gesellt sich Rhomberg zu etwas mehr als einem Drittel der YPO-Mitglieder, die ebenfalls Familienunternehmen leiten. Den größten Teil der Mitglieder machen mit 38 Prozent die Firmengründer aus, den kleinsten die professionellen Manager mit 26 Prozent.

Nicht nur die Mitglieder, auch deren Familien profitieren von dem Verein. Die Veranstaltungen sind teilweise für die Partner und Kinder der jungen Präsidenten zugänglich. Zum Erfolg als Unternehmensführer gehört nach der YPO-Philosophie nämlich auch ein harmonisches Familienleben und eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Man soll seine persönlichen Stärken ausbauen, seine Interessen verfolgen und nicht nur erfolgreich, sondern auch glücklich werden. YPO geht es um mehr, als nur die toughesten Manager auszubilden, so Rhomberg.

Zwischen Geheimhaltung und Offenheit

Noch vor 30 Jahren hatte YPO nur etwa 4.000 Mitglieder und gab sich den Medien gegenüber äußerst schweigsam. Heute zählt der Verein über 23.000 Young Presidents weltweit – etwa acht Prozent davon sind Frauen, bis 2018 sollen es zehn Prozent werden – und pflegt Medienpartnerschaften wie etwa mit dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNBC.

Rhomberg bestreitet, dass dieser Paradigmenwechsel geschah, um das Image einer Geheimgesellschaft oder Sekte abzuschütteln. Einerseits meint er, der technologische Wandel der Medien und die wirtschatliche Erweiterung Richtung Osten hätten auf natürliche Weise zur Öffnung von YPO geführt. Andererseits gibt der Unternehmer zu, dass die Organisation seit einigen Jahren schon bewusst offener auf die Medien zugeht. Er betont aber auch, nicht die Namen anderer Mitglieder preisgeben zu wollen.

Bessere Führungskräfte für eine bessere Welt

Die jungen Präsidenten sorgen weltweit für rund 15 Millionen Arbeitsplätze und generieren jährlich etwa sechs Billionen US-Dollar an versteuerbarem Umsatz. Trotz dieses konzentrierten Reichtums ist die Organisation unpolitisch, sagt Rhomberg. Es geht den Mitgliedern lediglich darum, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und sich weiterzubilden, um frei nach dem Motto „Better Leaders Through Education and Idea Exchange“ bessere Unternehmensführer zu werden.

YPO fördert auf Wunsch einzelner Young Presidents immer wieder karitative Zwecke, wie etwa das Rote Kreuz. Doch politisches Lobbying widerspreche dem Wesen des Vereins, meint Rhomberg. Er beschreibt die Organisation als weltweites Business-Netzwerk mit einer persönlichen Komponente. Es geht ihm darum, einen positiven Zugang zur Wirtschaft und zum Leben zu bekommen. „Die Idee ist eigentlich, bessere Führungskräfte zu werden für eine bessere Welt“, sagt er.

 

Quelle: goo.gl/OykR9p



from BLOGOMATIC http://ift.tt/2d4ZsHJ
via Blogomatic.de